Abwun – Hintergrundinformationen

Abwun – Hintergrundinformationen

Abwun – aramäisches Vaterunser – Gesang und Orgel | MP3 – 05:20 Min |

Zur Authentizität der Aussprache

Die Art der Aussprache geht auf Neil Douglas-Klotz und seine Forschungen zurück. Alle westlichen Abwun-Vertonungen, die ich kenne, beziehen sich auf ihn.

Ich habe das Abwun 1997 von Neil Douglas-Klotz‘ Lehr-CD gelernt. Damit bereitete ich mich auf das getanzte Abwun vor. Dies ist ein Gruppentanz, bei dem das Abwun mit einer komponierten Melodie zu einer Choreografie getanzt wird. Gita Onnen, eine Schülerin von Neil Douglas-Klotz, leitete es damals an.

 

Inwieweit weicht unsere Version von vielem Gewohnten ab?

1) Einige aramäische Worte sind gesanglich in die Länge gezogen. Deshalb ist unsere Vertonung nicht dazu geeignet, den Text zu erlernen.
2) Unsere Vertonung ist eine Improvisation. Beides, Orgelspiel und Gesang, sind aus dem Moment entstanden.

 

Zur Entstehung der Aufnahme

Alexander Pfingstl sang damals seit vielen Jahren im Jugendchor der Evangelischen Matthäus-Gemeinde in Berlin-Steglitz. In einigen Gottesdiensten spielte er auch die Orgel. Im Mai 2002 fragte er mich auf der Orgelempore wie wir zur „Langen Nacht der Kirchen“ zu Pfingsten beitragen könnten. Ich hatte in der Außentasche meines Rucksacks seit einigen Jahren den Text der Übersetzungen des Abwun. In dem Moment erinnerte ich mich an das Papier. Mein Gedanke war, eine Übersetzung des Abwun zu vertonen. Das aramäische Original zur Orgel aufzuführen, hätte ich nicht gewagt. Es kam dann aber anders, so wie zwei Musiker unter sich eben manchmal etwas ausprobieren. Ich las Alexander den Urtext einmal vor und dann spielte und sang sich das Abwun wie von selbst. Wir waren beide sehr beeindruckt und beschlossen, dass dies für Pfingsten genau die richtige Art der Aufführung sei. Die Aufnahme entstand live in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag in der Matthäus-Kirche in Berlin-Steglitz.

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