Gewordenes und Gemachtes – Qualität des Gewordenen

Gewordenes und Gemachtes – Qualität des Gewordenen

Gewordenes und Gemachtes als zwei Formenkreise, die sich auf der Erde gegenüber stehen

Die Qualität des Gewordenen

Innerhalb des Gewordenen scheint es keine Instanz, außer der Qualität des Gewordenen, zu geben. In den Formen des Gewordenen sind Bewusstsein und Wechselwirkung kongruent, ohne trennende weitere Instanz. Dies beschreibt das Gewordene bis hin zum Menschen, in seinen physiologischen und autonomen Funktionen.

Sich einen Fokus vorzustellen ist ein möglicher Zugang zur Besonderheit dieser Kongruenz von Bewusstsein und Wechselwirkung. Der Fokus bestünde nicht aus Licht, weil das Licht mit zu dem gehört, was in diesen Fokus kommt. Dieser Fokus ist ein Qualitätsfokus. Er fokussiert eine Qualität der Einheitlichkeit. Das Merkmal dieses Fokus ist, dass er wieder diese Einheitlichkeit und diesen Fokus hervorbringt. Dies aber an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit. Die Qualität des Fokus bleibt jedoch immer gleich, d.h., er bringt immer wieder diese Qualität hervor. Er hat eine gleichbleibende Qualität. Er ist ein dislokaler, an jedem Ort gleichzeitig wirkender Qualitätsfokus ohne auszumachende Herkunft.

Zu den Formen des Gewordenen kann man mit Sicherheit folgendes sagen: Es gibt erstens ein Woher, zweitens ein Miteinander in Einheit und drittens eine sich manifestierende Qualität, die die Identität des neu Hervorgebrachten eben in Identität mit der Gesamtheit des Gewordenen erhält. Die gleichbleibende, überall vorfindbare, gleichbleibende Identität der gewordenen Formen ist die einer Qualität, aus der heraus die Formen in der Lage sind, diese Qualität erneut hervorzubringen.

Jede Form der gewordenen Materie, einschließlich der Formen der Biosphäre, befinden sich in dieser Qualität der Dreieinigkeit. Jede Form des Gewordenen ist erstens aus einer Herkunft, zweitens in Gemeinschaft mit den Formen, die mit ihr aus dem Gewordenen hervorgegangen sind und drittens „als das alles“.

Eine Qualität, die sich überall wiederfindet, verweist auf einen Weg der Weitergabe von Informationen und zweitens auf eine Art Vernetzung dieser Informationen. Auch dies kann man in diesem Sinn Bewusstsein nennen. Aber die eigentliche Legitimation zum Gebrauch des Begriffs „Bewusstsein“ bezieht sich auf die Wechselwirkung der gewordenen Formen der Materie, die die Bindung der Formen untereinander mit einschließt. Eine gewordene Form „weiß“ an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit wie sie wechselwirken soll.

In diesem Sinne ist hier die Verwendung des Begriffs „Bewusstsein“ zu verstehen. Denn in den Wechselwirkungen vollzieht sich der spezifische eigene Charakter der Materie dieses Universums. Dieser Charakter könnte in einem anderen Universum ein denkbar anderes Profil haben. Das spezielle Profil von Naturkonstanten, mit dem genau unsere Materie in unserem Universum immer wieder neu hervortritt, ist tatsächlich bemerkenswert. Es ist eine Materie, die prädestiniert ist zur raschen Hervorbringung von Formenvielfalt.

Die besondere Qualität des Gewordenen, die sich in 13,8 Milliarden Jahren immer wieder selbst hervorgebracht hat, verweist sowohl auf eine homogene Informationsbasis wie auch auf ein homogenes Bewusstsein. Qualität, Information und Bewusstsein scheinen hier zusammen zu gehören.

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